Fachbeitrag

Zeiteisen für Millionäre

 06.12.2011,

Der Schweizer Uhrenhersteller Franck Muller setzt bei der Entwicklung seiner Produkte primär auf SolidWorks-Softwarelösungen. Dadurch konnte das Unternehmen die Gesamtentwicklungszeit um 40 Prozent und die Entwicklungskosten um 60 Prozent reduzieren.

Autor: Carola von Wendland, von Wendland Consulting für SolidWorks

Die Produkte von Franck Muller können nicht komplex genug sein. Der Schweizer Uhren­hersteller zelebriert diese Komplexität förmlich, indem eine Komponente auf die andere geschichtet wird, um einzigartige Zeitmesser zu kreieren, die weltweit zu den wertvollsten und gefragtesten gehören.

Franck Muller setzt die Softwarelösungen SolidWorks CAD, SolidWorks Enterprise PDM und SolidWorks Simulation als primäre Entwicklungsplattform ein, um die Technologie des 21. Jahrhunderts mit traditionellen Komponenten wie Repetitionsschlagwerk und Tourbillon, einer rotierenden Vorrichtung, die den Einfluss der Schwerkraft auf den Mechanismus kompensiert, zu kombinieren.

Die Aeternitas Mega 4 Grande Sonnerie Westminster Carillon besteht aus 1483 Elementen und spielt, wie der Name unschwer vermuten lässt, das Glockenspiel der Westminster-Kathedrale nach.

Im Jahre 2009 hat Franck Muller die bis dahin komplexeste und teuerste Armbanduhr der Welt designt, die noch im selben Jahr für 2,7 Millionen US-Dollar im Hotel de Paris in Monte Carlo verkauft wurde: die Aeternitas Mega 4 Grande Sonnerie Westminster Carillon. Die Uhr besteht aus 1483 einzelnen Elementen, 205 Unterbaugruppen und 36 Komfortfunktionen, die auf kleinstem Raum Platz finden, damit die Uhr bequem am Handgelenk getragen werden kann.

Zahlreiche Mechanismen
“Die beweglichen Teile in dieser Uhr wurden mit äußerster Präzision in einem so kleinen Raum untergebracht, dass die Funktion der einzelnen Mechanismen nur mit den SolidWorks-3D-Werkzeugen genau dargestellt werden konnte”, sagt Jean Pierre Golay, Ingenieur bei Franck Muller. Mithilfe der Software konnten die Ingenieure die Gesamtentwicklungszeit um 40 Prozent und die Entwicklungskosten um 60 Prozent reduzieren. Außerdem ermöglichten die Solid­Works-Programme bei der Entwicklung der Aeternitas Mega 4, die Anzahl der Konstruktionsfehler um 30 Prozent zu senken.

“Nachdem die Größe einer Uhr festgelegt wurde, muss nach Wegen gesucht werden, die zahlreichen Mechanismen so zu konstruieren, dass sie in das Gehäuse passen und zuverlässig funktionieren”, sagt Golay. “Dabei stellen komplexe Bewegungen eine besondere Herausforderung dar. Mit der Konstruktions-Software können wir nicht nur einzelne Komponenten visualisieren, sondern die Bewegung von Komponenten und Mechanismen simulieren, um Kollisionen auszuschließen.” Franck Muller hat sich für SolidWorks-Lösungen entschieden, da diese sehr bedienungsfreundlich sind, eine umfangreiche Konstruktions- und Simulationsfunktionalität bieten und die CAD-, Simulations- und Produktdatenmanagement-Anwendungen gut aufeinander abgestimmt sind.

www.solidworks.de

 

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